[Gastrezi] Josephine Chaos: Dann press doch selber, Frau Dokta!: Aus dem Klinik-Alltag einer furchtlosen Frauenärztin

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Als Frauenärztin schon wieder ungeplant schwanger?! Eine wahre Geschichte, noch lustiger als die Schwarzwaldklinik …
»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal!
›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ´nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹
Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie von Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt …«

Ärzte sind auch nur Kollegen im Kittel: Erleben Sie die Klinik als verrücktes Großraumbüro mit strengen Oberschwestern, attraktiven Chefärzten und vielen tollen Geburten!
 Dann press doch selber Frau Dokta habe ich letztes Jahr schon gelesen und möchte es jetzt noch rezensieren, weil ich es so super lustig fand. Es wurde von, und aus der Perspektive von, Josephine Chaos geschrieben. Klar, dabei handelt es sich um ein Pseudonym. Ich hatte eine Leseprobe und mir hat es so Freude bereitet diese zu lesen, dass ich mir das Buch einfach kaufen musste. Es handelt von Josephines Klinikalltag und auch ein wenig von ihrem Privatleben. Josephine ist Gynäkologin und aktuell selbst wieder schwanger. Die Schwangerschaft schockiert sie zuerst einwenig, was natürlich in Anbetracht ihres eigenen Berufes absolute Ironie ist.

Das Cover kenne ich nur aus dem Internet, aber ich finde es passt gut zu dem Buch. Es ist bunt und fröhlich. Zu sehen ist eine Frau, die offensichtlich Ärztin ist und alle Hände (in diesem Fall 6 Arme und Hände) voll zu tun hat und zusätzlich einen Schwangerschaftsbauch hat. Also sehr treffend und bezeichnend für den Inhalt des Buches.

Mir gefällt der Schreibstil total gut, weil der dynamisch ist. Hierbei handelt es sich um ein Buch, dass man auch gut lesen kann, wenn man sich mal nicht so gut konzentrieren kann. Das Buch wurde aufgrund ihre Blogs entdeckt und veröffentlicht. Vieles kann man auch dort nachlesen, aber ich mag es gebündelt und sortiert als Buch einfach lieber. Der Schreibstil ist ziemlich umgangssprachlich und manche Wiederholungen haben mich ab und zu genervt. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie die Namen der Kollegen oder Patienten so lustig gestaltet hat. Die Namen wurden einem markanten Merkmal der Person angepasst, das konnte eine Charaktereigenschaft sein, sich um den Beruf drehen oder sich auf das Aussehen beziehen. Jedenfalls konnte ich mir
dadurch die Charaktere sehr gut merken. Diese Kopplung hat mir sehr gut gefallen.
 
Zur Handlung kann ich gar nicht soviel schreiben, weil es sich immer um kleine Teilabschnitte z.B. einzelne Fälle oder Schichten handelt und es immer so weiter geht. So berichtet sie von Geburten und deren Verlauf oder anstrengenden Nachtdiensten. Schreibt über Ereignisse die sie mit ihren Kollegen erlebt hat und beschreibt dabei auch, zum Teil, wen sie mag und wen nicht. Alles sehr gemischt; mir wurde dabei nicht langweilig.

Ich möchte dem Buch vier von fünf Eulen geben, weil ich einfach noch Luft nach oben sehe. Gerade der Schreibstil und die Wiederholungen sind zwischendurch nervig, aber das hält nur so kurz an, dass ich dafür nur eine halbe Eule abziehe. Des weiteren ziehe ich eine halbe Eule dafür ab, dass man einen Großteil des Buches auch kostenlos online lesen kann. Klar, dass kann jeder für sich selbst entscheiden, aber ich finde der Unterschied könnte etwas größer sein. Generell kann ich aber verraten, dass ich aktuell bereits das zweite Buch lese und deshalb auf jeden Fall Luft nach oben brauche. Ich finde dieses Buch absolut empfehlenswert, wenn man ein Buch sucht, was man so ein wenig „nebenbei“ lesen kann und einfach nur Spaß machen soll.

2 Kommentare
  1. Hallöchen,
    ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezension auf meinem Blog verlinkt habe. Du kannst dir das HIER anschauen.

    Alles Liebe, Nelly

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  2. Huhu,

    freut mich, dass ich sowas auch mal in einem Blog finde. Ich mochte es - ebenso wie die Fortsetzung - auch sehr gern, habe aber das Gefühl, dass viele Buchblogger gar nicht in die Richtung lesen. Vielleicht einfach aus Desinteresse, vielleicht aber auch, weil ja schon normale Romane oft von Literaten als Trivialliteratur verschrien werden. Humorvolle Non-Fiction (oder eher so halb-Fiction, immerhin ist es ja nicht alles hundertprozentig ernstzunehmen), ist da für manche wohl noch 'trivialer'. Jedenfalls freu ich mich :D

    LG
    Taaya

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