[Rezension] C.J. Daugherty - Night School: Und Gewissheit wirst du haben

http://www.amazon.de/gp/product/378913337X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=378913337X&linkCode=as2&tag=fotoblog06-21

 Das grandiose Finale von NIGHT SCHOOL! Nicht nur, dass sie ihre Großmutter schmerzlich vermisst, auch die NIGHT SCHOOL droht ohne Lucindas führende Hand nun gänzlich auseinanderzubrechen. Allie ist mehr denn je davon überzeugt, dass jeder, den sie liebt, sterben muss. Da wendet sich das Blatt: Studenten aus allen Teilen der Welt reisen an, um sich dem Kampf gegen Nathaniel anzuschließen. Sogar Allies Bruder Christopher will die Seiten wechseln und Nathaniel verlassen. Aber Allie weiß nicht, ob sie ihm trauen kann. Der fünfte Band von NIGHT SCHOOL, das dramatische Finale um Leben und Tod, Habgier, Macht, Tapferkeit und Mut. Temporeich und actiongeladen erzählt und zugleich eine berührende Liebesgeschichte. www.nightschool.de www.facebook.com/atnightschool
 Was habe ich mich auf den fünften und somit abschließenden Band der Night School Reihe gefreut!

Endlich wieder konnte ich Allie, Sylvain, Carter, Rachel und viele andere begleiten. Im Prinzip geht es genauso weiter wie in den anderen Bänden auch - nur, dass diese lästige Dreiecksbeziehung endlich ein Ende gefunden hat! :D Meiner Meinung nach entscheidet Allie sich für den richtigen, aber da scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Nach dem miesen Cliffhanger des letzten Teils geht es auch direkt beinahe nahtlos weiter. Vor allem Allies Sorge um Carter ist sehr präsent und nachvollziehbar, tauschen wollte ich da nicht.

Die Spannung war ganz in Ordnung, hätte aber ruhig ein wenig mehr sein können. Es drehte sich die ganze Zeit nur darum, wo Carter ist und wie es ihm geht. Das ist ja okay, aber dazwischen passiert halt nicht viel außer einige Spekulationen. Und auch wenn es kein Thriller ist, hätten ein paar falsche Fährten zum miträtseln bestimmt nicht geschadet. Aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau, denn ich kann nicht behaupten, dass es langweilig wäre.

Genau genommen wurden die alten Muster der vorherigen Bände wiederholt, so dass es zwar keine neuartigen Ideen gibt, aber immerhin altbewährtes gut umgesetzt wurde. Besonders hervorheben mag ich noch, dass man wesentlich mehr über Nathaniels Wesen erfährt - und teilweise gar nicht weiß, was man von ihm halten soll. Irgendwie ist er ja auch ne arme Wurst. Allie entwickelte sich auch wieder weiter, wobei die Entwicklung sich in Grenzen hält. Sie hatte sich zuvor schon so sehr entwickelt, dass viel mehr einfach nicht mehr geht. Sylvain kommt für meinen Geschmack zu wenig vor, er hätte sicherlich noch ein wenig Schmackes reinbringen können. Auch Carter kommt logischerweise viel zu wenig vor, aber das geht bei der Story ja leider gar nicht anders. Generell fällt mir gerade auf, dass es sich viel mehr um Allie dreht als in den anderen Bänden und sie sich von den anderen Personen ein wenig entfernt. Sie muss mit ihren Sorgen alleine klar kommen und das merkt man auch.

Ich mag C.J. daughertys Schreibstil sehr. Er ist einfach, vermittelt aber die nötigen Emotionen. Das ist eine gute Kombi, da ich nicht so auf schwer verständliches stehe aber natürlich trotzdem nicht auf Emotionen und herzschmerz verzichten möchte. Das Ende ist passend, aber irgendwie auch zu simpel gemacht, irgendwie habe ich einen größeren Showdown erwartet, aber es war ok und angemessen.

Alles in allem ein guter Abschluss, der zwar Schwächen aufweist, aber nach 4 anderen Bänden kann man das Rad auch einfach nicht nicht neu erfinden. Daher noch gut gemeinte 4 Eulen von mir.


[rezension] Marc Raabe - Heimweh


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 Vielen Dank an BloggdeinBuch und den Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

 Jesse Berg ist ein erfolgreicher Kinderarzt. Frisch geschieden, kümmert er sich liebevoll um seine kleine Tochter Isa. Über seine Vergangenheit spricht er nicht. Bis plötzlich seine Exfrau ermordet und seine Tochter entführt wird. Der Täter hinterlässt für Berg eine Nachricht: Sie gehört dir nicht. Du musst sie vergessen. Berg ist klar, dass er selbst das Ziel des Anschlags ist. Eine langvergessene Schuld drängt ans Licht. Um Isa zu finden, muss er das tun, was er nie wollte: zurück in seine Vergangenheit. Zurück ins Heim. Dort hat er gelernt, sich zu wehren, und dort wäre er beinahe getötet worden. Berg nimmt die Kampfansage an. Denn für Isa würde er alles tun. Auch ein zweites Mal durch die Hölle gehen. Vom Autor der Spiegel-Bestseller »Schnitt« und »Schock«.
 Endlich, endlich, endlich!
Soviel sei schon mal verraten. Heimweh behandelt ein sehr komplexes und mitreißendes Thema, welches keiner erleben will. Wir begleiten Jesse, ein überarbeiteter Kinderarzt. Er hat ein Kind, welches bei seiner Ex Frau lebt. Er ist wie erwähnt überarbeitet, arbeitet viel und lange und kommt eines Tages viel zu spät, um seine Tochter abzuholen. Doch diese ist verschwunden, und seine ex Frau tot. Dementsprechend beginnt ein Rennen, wie man es sich nur vorstellen kann.

Mein erster Gedanke war: "hm, hat man so aber schon gelesen..". Nein, hat man nicht. Zugegeben, die Idee ist nichts neues aber Marc Raabe ist ein unfassbar toller Autor, welcher so erfrischende, überraschende und knifflige Wendungen einbaut, dass ich mit meinen Vermutungen überhaupt nicht mehr hinterher kam und mich sehr oft völlig auf dem Holzweg befand. Teilweise wurden auch gekonnt falsche Fährten gelegt, ich freute mich "ich weiß wer es war" und Bam - nix da, es kommt ganz anders. Und damit meine ich endlich, endlich, endlich! Endlich mal wieder ein richtiger Thriller. Kein Drama oder Krimi, wo nur Thriller draufsteht um die Verkaufszahlen zu fördern sondern ein waschechter Thriller mit all seinen Facetten. Für mich zeichnet sich ein Thriller in erster Linie durch Spannung aus, und diese könnte für mich kaum übertroffen werden. Ich bin immer noch ganz nervös.

Die Charaktere sind komplex gezeichnet. Vor allem Jesse blieb für mich immer ein wenig mysteriös. Das liegt aber nicht an mangelnder Zeichnung, sondern an der Komplexität seines Charakters. Ich wusste nie, was ich von ihm halten soll - finde ich ihn sympathisch oder nicht? Das weiß ich immer noch nicht. Dennoch konnte ich mitfiebern ohne Ende.

Es sind einige aufschlussreiche Rückblicke eingebaut, welche sehr gelungen dargestellt sind. Hinzu kommt, dass sich dadurch auch der Titel erklärt.

Der Schreibstil ist einfach ziemlich normal. Nicht abgehoben, nicht lasch, sondern genau richtig. Kleinere cliffhanger an den kapitelenden haben zum Weiterlesen gezwungen, was wohl erklärt, wieso ich das Buch sehr schnell durch hatte.

Mit geht zwar immer noch die Pumpe, aber das wollte ich ja, sonst hätte ich keinen Thriller gelesen. Daher volle fünf Eulen, mit allem drum
Und dran: von Sternchen bis verbeugen. ;-)

[Rezension] Adele Griffin - Alles, was ich von mir weiß

http://www.magellanverlag.de/inhalt/leseproben/alles-was-ich-von-mir-wei%C3%9F/http://www.amazon.de/Alles-was-ich-von-wei%C3%9F/dp/3734850126*


 Als Ember einen schweren Autounfall verursacht und ihr Beifahrer Anthony dabei ums Leben kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Ember überlebt schwer verletzt, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Während ihre Eltern und Freunde nicht über die Geschehnisse reden wollen, stellt sich Ember immer wieder dieselben Fragen: Was ist in dieser Nacht passiert? Warum hat sie ihr Gedächtnis verloren? Und vor allem: Wer war Anthony? Bei der Suche nach Antworten trifft sie auf den geheimnisvollen Kai, der sie wie kein anderer zu kennen scheint. Gemeinsam versuchen sie, der Vergangenheit nachzugehen. Aber ist Ember wirklich bereit, die Wahrheit zu erfahren?
 Warnung: die folgenden Sätze triefen vor Begeisterung!
Unsere Hauprotagonistin Ember ist 17 Jahre alt und kann sich nach einem schweren Autounfall an 6 Wochen ihres Lebens nicht mehr erinnern. Hinzu kommt, dass sich immer mehr merkwürdige Dinge und Situationen ergeben, so dass sie gar nicht weiß, was in dieser Zeit passiert ist. Ich stell mir das so schrecklich vor, nicht zu wissen, was man 1,5 Monate seines Lebens getan hat. Und wenn dann noch hinzu kommt, dass vieles nicht zu einem selbst zu passen scheint... Furchtbar! Genauso ging es Ember auch, man spürt ihre Verzweiflung, ihre Wut. Es herrscht eine sehr mitreißende, emotionale Stimmung, die mich auch nach dem Lesen nicht aus ihren Bann lies. Selbst jetzt beim verfassen dieser Rezension spüre ich es wieder und werde fast ein bisschen melancholisch.

Melancholisch ist auch schon ein gutes Stichwort, denn ein typisches Sommerbuch ist es auf keinen Fall. Es eignet sich ideal für kältere Tage, eingemümmelt in eine warme Decke und mit einer dampfenden Tasse Tee in der Hand. Kaffee tut es aber auch ;-)

Um nochmals kurz zurück zu Ember zu kommen. Sie ist ein intelligentes, junges Mädchen, welches sich auch dementsprechend verhält. Man merkt, dass sie auf dem Wege ist erwachsen zu werden, diesen Prozess aber noch nicht komplett abgeschlossen hat. Das zeichnet sie als gut gezeichnete, realistische Protagonistin aus, welche mir sehr sehr gut gefiel und in welche ich mich zu einhundert Prozent wieder erkennen konnte.

Es gibt einige Nebencharaktere, welche ganz nett, aber nicht unbedingt etwas besonderes sind. Für den eigentlichen Verlauf der Geschichte sind sie nur bedingt wichtig, so dass ich gar nicht weiter drauf eingehen mag.

Die Spannung war sehr hoch. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war sehr traurig, als es zuende gelesen war. Das Ende war für mich sehr überraschend, könnte für andere aber auch vorhersehbar sein. Mich hat es auf jedenfalls sehr mitgenommen.

Der Schreibstil entspricht den heutigen Jugendbüchern und ist, wie bereits mehrfach erwähnt, sehr melancholisch angehaucht. Das passte perfekt und gibt mir keinen Grund zur Beanstandung.

Was soll ich länger schwafeln? Lest es, sonst werd ich böse. Außer das Genre passt gar nicht, dann verzeihe ich es vielleicht nochmal ;-)

[Rezi] Kass Morgan - Die 100


http://www.randomhouse.de/Paperback/Die-100-Roman/Kass-Morgan/e451277.rhdhttp://www.amazon.de/Die-100-Roman-Kass-Morgan/dp/3453269497/ref=cm_cr_pr_product_top?ie=UTF8

Eine packende Mischung aus »Der Herr der Fliegen« und »Die Tribute von Panem«
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ...
 
Ich habe vor dem Lesen von „Die 100“ einige Folgen der Serie geschaut, so dass ich die beiden auch ein wenig vergleichen mag. Es handelt sich um eine Dystopie, welche als Trilogie ausgelegt ist. Bereits die Fernsehserie konnte mich begeistern, so dass ich das Buch natürlich lesen musste – nur hab ich jetzt leider die Serie verpasst, weil ich erst das Buch lesen wollte :D

Die Menschheit hat sich nach einem Atomkrieg mehr oder weniger selbst ausgelöscht. Die Welt ist unbewohnbar, so dass sich einige wenige auf ein Raumschiff begeben und nun ihr Leben dort fristen. Wie man sich ja vorstellen kann, ist das Leben dort oben nicht vergleichbar mit hier unten, so dass es dort schon bei kleinsten Fehlfunktionen des Systemes zu Problemen führen kann. Aufgrund eines Vorfalles werden 100 Jugendliche auf die Erde geschickt, in erster Linie um zu sehen, ob diese wieder bewohnbar ist.

Im Grunde ist „Die 100“ ein spannendes Buch. Aber, und ja leider gibt’s immer ein „aber“, fehlt mir die Action. Ich weiß, dass ich damit beinahe schon alleine da stehe, aber für mich ist es einfach nicht so actiongeladen wie die zugehörige Serie. Die gefiel mir einfach besser und das kommt nicht oft vor. Dementsprechend leidete auch die Spannung ein wenig. Ich habe es zuende gelesen und ich hab dieses auch gerne getan, aber es hat mich einfach nicht so gepackt. Die Charaktere sind in meinen Augen mittelmäßig, sie wirken oberflächlich und klischeebehaftet, was auf mich einfach keinen guten Eindruck hinterlässt.

Der Schreibstil selbst ist wirklich gut. Ich fand ihn angenehm und genau richtig zur Zielgruppe und auch zur Thematik. Immerhin wird eine, für mich, neue Thematik behandelt, die ich so einfach nicht kenne. Und das ist auch der Grund, wieso ich es zuende gelesen habe: mich hat interessiert, wie es wohl wäre, wenn es so wirklich wäre. Ich habs mir einfach nicht geil vorgestellt und so scheint es auch nicht zu sein. Die Welt auf dem Raumschiff ist gut, nachvollziehbar und (glaub ich) realistisch dargestellt, was mir gut gefiel.


Es fällt mir wirklich schwer, so etwas zu sagen aber... mir gefällt die Serie besser. Wesentlich besser. Daher vergebe ich traurige 2,5 Eulen. :(

[Rezension] Paula Hawkins - Girl on the train

http://www.amazon.de/Girl-Train-kennst-nicht-kennt/dp/3764505222/ref=tmm_other_meta_binding_title_0


 Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...