[Sonntagsgedanken] Leseproben? Ne, haben wir nicht!

Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.
Ich bin ein Mensch, der dem technischen Fortschritt sehr angetan ist. Ich hatte schon früh einen Computer, wenn auch ohne Internet, und empfinde solche Spielereien dementsprechend als selbstverständlich. Ebenso hatte ich eines der ersten Smartphones, welches übrigens nen fetten Virus hatte, und einen der ersten mp3-Player.   Man kann also wirklich nicht sagen, dass ich ein Problem mit der Digitalisierung habe. 

Ein Problem damit habe ich erst, wenn ich dazu gezwungen werde. Ich war letzte Woche im Thalia, wovon ich ja eh nicht sonderlich begeistert bin aber eine kleine Buchhandlung haben wir nicht mehr, und habe ein Buch gekauft. So weit nichts neues, aber ich hatte nachgefragt, ob sie Leseproben haben. Das kam, der Reaktion nach, der Frage gleich, ob ich mir ein paar Bücher umsonst mitnehmen darf. Ob ich denn nicht wüsste, dass man Leseproben digital lesen könne. Doch doch, das weiß ich wohl, will ich aber nicht. Ich mag mir die Augen nicht am Computerbildschirm zerstören.  Ist das so verwerflich? Für mich sind Leseproben in gedruckter Form normal, zumindest für Bücher, in denen die Hoffnung der Verlage liegt. 
Aber was ich damit eigentlich sagen will: ich will selbst entscheiden, was ich digital oder "analog" mache, lese oder höre. Sei es mit der Musik, mit einem Smartphone, oder eben dem lesen. Und trotzdem schätze ich die digitalen Möglichkeiten. Die Möglichkeit, Tausende Bücher dabei zu haben und dabei nicht einmal das Gewicht eines Buches tragen zu müssen. Aber ich mags eben auch klassisch, mit prallen Bücherregalen, meckernden Umzugshelfern und ner schweren Tasche. Ich will einfach nur entscheiden können, auch in Zukunft, nicht nur jetzt. Und ich will nicht in die typische Ebook oder Print Diskussion reinpreschen. Mich störts wirklich erst, wenn ich gezwungen werde digital zu lesen.

[Rezension] David Duchovny - Heilige Kuh

http://www.randomhouse.de/Buch/Heilige-Kuh-Roman/David-Duchovny/e476752.rhdhttp://www.amazon.de/Heilige-Kuh-Roman-David-Duchovny/dp/3453269896

Was haben Kühe, Popkultur und der Palästinakonflikt miteinander zu tun? Nun, sie sind alle Teil unserer heutigen Welt. Und in dieser Welt macht sich eine junge Kuh namens Elsie auf, etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem zum Judentum konvertierten Schwein und dem wild plappernden Truthahn Tom begibt sie sich auf eine Abenteuerreise, in deren Verlauf der Leser viel Wahres über die Menschen erfährt. Eine saukuhle Fabel, geschrieben von einem saucoolen Autor.
Elsie ist eine junge Kuh, und eine glückliche dazu! Sie verbringt ihre langen, ereignislosen Tage mit Essen, Schlummern und Plaudereien mit ihrer besten Freundin Mallory. Doch eines Nachts schleichen sich Elsie und Mallory von ihrer Weide und müssen durch das Fenster des Bauernhofs mit ansehen, was der leuchtende Schachtelgott (so nennen sie den Fernseher) über »industrielle Mastbetriebe« offenbart. Elsies heile Welt ist in ihren Grundfesten erschüttert. Für sie gibt es nur eine Lösung: Sie muss in eine bessere, sichere Welt flüchten. Und so bildet sich ein kunterbuntes Trio, bestehend aus Elsie, Jerry – Verzeihung, Shalom –, einem thoralesenden Schwein, das vor Kurzem zum Judentum konvertiert ist, und Tom, einem (zumindest in seinen Augen) charmanten Truthahn, der nicht fliegen, dafür aber mit dem Schnabel ein iPhone bedienen kann. Die drei begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, in der sie eine Menge über die Welt, in der wir leben, erfahren.
 Also eigentlich fehlen mir ja gerade die Worte, aber ich versuche euch trotzdem eine Rezension zu "heilige Kuh" von David Duchovny zu schreiben :D
Aufmerksam wurde ich weniger durch den Klappentext, als ganz simpel durch den Autorennamen. David Duchovny ist mir aus der Serie "californication" bekannt, vielen anderen aber wohl eher aus Akte X. Und weil er bei californication einfach SO cool rüberkommt, wollte ich sein Buch lesen. Nicht unbedingt das beste Motiv, das muss ich wohl gestehen, aber sehen wir mal wie es mir denn gefiel.

Wir begleiten die Kuh Elsie, später auch "Elsie Q", einen Teil ihres Lebens lang. Dabei stellt sich heraus, dass die Gedankengänge einer solchen Kuh nicht halb so blöde sind wie man denkt und dass Kühe einfach toll sind. :D aufgrund eines Vorkommnisses möchte sie nach Indien, da dort Kühe bekanntlich heilig sind. Begleitet wird sie von einem jüdischen Schwein und einem Truthahn, welche aber beide in andere Länder wollen. So beginnt also eine Reise, die nicht viel unnatürlicher sein könnte.

Das Wort unnatürlich bringt mich auch direkt zu meinem ersten irgendwie-Kritikpunkt. Es gibt sehr viele Dinge, die so einfach nicht sein können und mit Sicherheit auch nicht passieren können oder werden. Gleichzeitig könnte man aus diesen bestimmten Vorkommnissen aber auch eine Gesellschaftskritik herauslesen, wo ich nicht weiß, ob dies beabsichtigt ist. Jedenfalls würde eben jene Aussagen, dass Menschen Tiere sowieso kaum wahrnehmen und mehr zum Mittel zum Zweck ansehen. Mit anderen Worten: außer als Schweinebraten sind sie einfach nicht interessant genug um sie wahrzunehmen.

Witzig fand ich kleine Anmerkungen, wo Elsie einem mitteilt was ihre Agentin gerne alles in dem Buch lesen würde. Diese sind enorm witzig gestaltet! Generell birgt das Buch einigen Witz, wobei bei mir das gesellschaftskritische wesentlich mehr Aufmerksamkeit forderte. Ich habe den Eindruck, dass es zum Nachdenken anregen soll, was und wen und wie wir essen und ob dieses so auch wirklich nötig ist. Ich bin kein Vegetarier, aber dennoch gab es mir sehr viele Denkanstöße.

Der Schreibstil ist locker und umgangssprachlich, wobei manche Dinge enorm komisch geschrieben sind (und ich nicht weiß ob dieses an der Übersetzung liegt). Des Öfteren vergas ich, dass Elsie eine Kuh ist, wurde dann aber ziemlich schnell wieder dran erinnert. Ihre zwei Begleiter fand ich enorm amüsant, da beide ihre ganz besonderen Eigenheiten besitzen. Generell passen die drei Charaktere ganz gut zu dem, was man bei diesen Tieren erwarten würde. Elsie ist eher ruhig, besonnen und erwachsen, das Schwein eher säuisch, seltsam und jüdisch und der Truthahn laut, hysterisch und dennoch intelligent.

Leider besitzt das Buch nur unter 224 Seiten, was schade ist, denn einige mehr hätten sicher nicht geschadet. Auf der anderen Seite ist es so eine nette Lektüre für zwischendurch, wobei zwischendurch auf keinen Fall negativ gemeint ist.

[Rezension] Teri Terry - Mind Games

http://www.amazon.de/Mind-Games-Teri-Terry/dp/3649667126/ref=pd_sim_sbs_14_3?ie=UTF8&refRID=1P2RZAE8EX1SJZMSXDTY
 Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …
Mind Games ist eines dieser Bücher, die ich sehnlichst erwartete. Meistens enttäuschen mich aber genau diese...
... doch Mind Games nicht! Es handelt sich dabei um eine Dystopie mit Sci-Fi Elementen, welche aber auch irgendwie wieder in eine Utopie abdriftet. Um zu erklären wieso muss ich aber erst weiter ausholen. Wir befinden uns in unserer Welt, mit einem großen Unterschied: so gut wie alles läuft über den Computer ab. Aber nicht wie wir es heute kennen, sondern man erlebt alles richtig, sei es das Paradies am Meer oder die virtuelle Schule. Der Körper ist dabei an ein Gerät angeschlossen, welches eben jenen mit den nötigen und überlebenswichtigen Nährstoffen versorgt. So könnte man theoretisch ewig verweilen. Und so grausam es sich erst anhört, es ist auch irgendwie Mega cool, finde ich. Bock auf Strand? Schwupps, da! Bock auf Berge? Auch kein Problem!

So schön ist das allerdings nicht für Luna. Sie gehört zu den Verweigerern, welche die Technologie nicht nutzen. Dabei trägt sie ein großes Geheimnis mit sich rum, was aber keiner so wirklich weiß. Sie ist taff, aufgeweckt aber auch ein wenig speziell, genau mein Typ also. Sie überrascht durch ihre Handlungen, welche für mich aber immer nachvollziehbar blieben. Ich konnte sie verstehen, ich hätte nichts anders gemacht - wenn ich den nötigen Mut hätte.

Ebenso wichtig ist aber auch "Gecko", über welchen man gar nicht so viel erfährt, wie mir im Nachhinein so auffällt. Den allergrößten Teil des Buches konnte ich ihn nicht einschätzen, so dass ich so gut wie nichts zu seinem Charakter sagen kann, ohne das Ende zu Spoilern.

Die Handlungen sowie die Atmosphäre und das Setting sind durchdacht und clever gewählt. Ich habe absolut nichts daran auszusetzen. Die Grundidee ist nicht neu, aber in einer spannenden Verpackung versteckt, so dass es kein Beinbruch ist. Sehr schnell baute sich die nötige Spannung auf um mich zum Weiterlesen zu bewegen.

Der Schreibstil ist jugendbuchtypisch leicht verständlich und sollte auch für Leute verständlich sein, die froh sind, wenn sie einen Computer hochgefahren (also anschalten :D) bekommen.

Ihr merkt schon, da kommt nichts negatives mehr. Daher volle fünf Sterne und ein weinendes Auge weil ich es zuende gelesen habe.

[Arvelle Bloggeraktion] Mein Lesesommer

Huhu

Passend zu den (wieder) heißen Temperaturen gibt es wieder eine Blogger Aktion von Arvelle.de. Vor einiger Zeit gab es schon mal eine, welche ihr hier findet.  Dieses Thema: Mein Lesesommer. Und weil ich weiß, dass wir im Grunde doch alle gleich ticken und uns bei den Temperaturen nur noch im Wasser wohlfühlen würden, ist genau dieses auch das Thema, worüber ich schreiben mag. Ich finde, dass Bücher, die entweder am oder im Wasser spielen einfach hervorragend zum Sommer passen.

Arvelle ist ein Onlineshop mit dem Schwerpunkt auf Büchern. Der Clou daran: auch jede Menge Mängelexemplare gibt es dort, welche aber nicht so schlimm aussehen, wie jene die ich bisher so auf den Grabbeltischen entdecken konnte. Oftmals sehen sie wie neu aus oder haben nur geringste Schäden. Gerade für Menschen, die es sich schlicht und ergreifend nicht leisten können Bücher für den Neupreis zu kaufen und/oder zu pingelig für Gebrauchtware sind, würde sich ein Blick sicherlich lohnen. Ich hab mal wieder einen Warenkorb von mehreren Hundert Euro, die ich leider gar nicht habe :D


Und diese Schätzchen wären meine Auswahl. Sie haben alle irgendwie im Wasser zu tun, angefangen mit Marah Woolfs "MondSilberNacht" welches zwar eine Fortsetzung ist, aber nicht viel "wässriger" sein könnte :) Als zweites kommt "Die Seele des Ozeans" von Britta Strauss, welches ich zwar immernoch nicht gelesen habe aber einen sehr, sehr interessanten Klappentext besitzt. Und noch ist der Sommer ja schließlich nicht vorbei. Als nächstes "Teardrop" von Lauren Kate, gefiel vielen zwar nicht aber ich mag es total gerne und gibt es hier bei Arvelle. Und als letztes zwei der Watersong Bücher von Amanda Hocking, beide übrigens als Mängelexemplar und aus meiner ersten Bestellung von Arvelle und sehen trotzdem wie neu aus, da war ich total positiv überrascht. Beide gibt es auch immernoch als ME zu kaufen: klick und klick

Ich könnte noch ganz viele Bücher aufzählen, so würden sooo viele typische "Frauenbücher" wunderbar zum Sommer passen, aber das ist leider nicht so mein Genre :D


[Rezension] Krystyna Kuhn - Monday Club: Das erste Opfer

http://www.amazon.de/gp/product/3789140619/ref=s9_simh_gw_p14_d0_i2?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=desktop-1&pf_rd_r=1E1BZ9KW66GKA44Y3ACA&pf_rd_t=36701&pf_rd_p=585296347&pf_rd_i=desktophttp://www.oetinger.de/buecher/jugendbuecher/alle/details/titel/3-7891-4061-9/19662/33264/Autor/Krystyna/Kuhn/Monday_Club._Das_erste_Opfer.html
 Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit!

Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.
 "Monday Club- das erste Opfer" ist der Auftakt einer Mystery-Thriller Reihe von Krystyna Kuhn. 

Faye verliert ihre beste Freundin Amy bei einem Autounfall. Doch sie ist nicht nur ihre beste Freundin, sondern viel mehr seelenverwandte. Kurz vor dem Unfall wollte Amy ihr etwas wichtiges anvertrauen, wozu sie nicht mehr gekommen ist...

... Das Ganze verstrickt sich immer mehr. Immer mehr Ungereimtheiten kommen ans Tageslicht und Gegebenheiten, die so eigentlich gar nicht passieren können. Dadurch bekommt alles einen mystischen Touch. Auch wenn wir keine hundertprozentige Aufklärung bekommen, bin ich mir aber ziemlich sicher, dass alles eine logische Erklärung finden wird. 

Faye ist eine sympathische, junge Protagonistin, die ich erst nicht einschätzen konnte. Ist sie wahnsinnig? Oder stimmt wirklich was nicht? Somit entwickelte ich immer mehr Theorien, wusste selbst nicht was stimmt oder gesponnen sein könnte. Das Ende habe ich auf jedenfall nicht vorausgesehen und war somit überraschend für mich. Begleitet wird die Geschichte von mehreren Personen, welche aber trotz mehr oder weniger häufigen Auftreten relativ blass bleiben. Ich habe aber den Eindruck, dass das mehr an meinem persönlichen Empfinden liegt, da eigentlich alle gute Persönlichkeitsmerkmale erhalten haben und sich auch dementsprechend verhalten. Also gibt es da im großen und ganzen nichts zu meckern. 

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Er ist nichts besonderes, nichts was ich ewig im Gedächtnis behalten würde oder mir Zitate markiere, aber trotzdem ganz angenehm und leicht zu lesen. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und ist auch schon von Beginn an vorhanden. Es ist nicht so, wie bei vielen anderen Büchern, dass die Spannung erst nach vielen Seiten beginnt. 

Die Aufklärungen empfinde ich als logisch und ansprechend zusammengeführt, wobei ich mich frage, wie man die noch offenen Dinge logisch erklären soll. Da bin ich mal gespannt drauf. Es endet mit einem gemeinen cliffhanger, so dass ich gerne weiterlesen würde. Trotzdem fühle ich mich vorerst "befriedigt" und gebe mich mit den derzeitigen Erklärungen zufrieden. 

Mir fällt gerade nichts negatives ein, also stoppe ich an dieser Stelle und vergebe volle fünf Eulen. 


[Sonntagsgedanken] Positive Erfahrungen durchs Bloggen



Die Sonntagsgedanken erscheinen unregelmäßig - wer hätte es gedacht - Sonntags auf dem "Tintenblog". Jeder der möchte, kann seinen Senf zum Thema dazugeben oder auch einen eigenen Blogeintrag darüber schreiben. Wer das Bild mitnehmen mag - kein Problem, aber bitte nennt mich dann. Ich verlinke euch dann gerne hier.

Vor ein paar Wochen habe ich den Beitrag "Was (buch-) Blogger sich gefallen lassen müssen" veröffentlicht. Die Reaktionen waren durchweg interessant, weshalb ich noch einen zweiten Auswertungspost geschrieben hatte. 

Am interessantesten war jedoch ein Kommentar von MelMel, welche mir sagte, ich sollte doch bitte einen zweiten, gegenteiligen Beitrag schreiben der die positiven Seiten aufzeigt. 

Und da ich deutsch bin und deutsche einfach gerne meckern, bin ich gar nicht selbst auf die Idee gekommen. Aber deshalb ist sie ja noch lange nicht schlecht, so dass ich das glatt mal tue.

Ich habe auf Facebook nach positiven Blogger Erfahrungen gefragt. Leider war die Resonanz ziemlich niedrig, was meine Mecker-Theorie bestätigt. Man meckert einfach lieber als zu loben ;-) 

Dennoch möchte ich ein paar Dinge aufgreifen, die ich selbst erfahre oder mir gesagt wurden.

1. der Autorenkontakt
Vor meiner Bloggerzeit war mir nicht bewusst, dass es mit Sicherheit Autoren gibt, die auch den Leserkontakt schätzen. Ich bin irgendwie automatisch davon ausgegangen, dass es keine Möglichkeit gibt, da nah ran zu kommen. Dagegen hilft natürlich das Bloggen enorm, da man so mit einigen Autoren zusammentrifft und redet/schreibt. Dadurch entwickelt sich so manches Mal eine Freundschaft oder zumindest gute Bekanntschaft. Ich habe sogar letztes Jahr ein Weihnachtsgeschenk, ein Buch von meiner Wuli, bekommen. Das ist total lieb und ich empfinde es auch nicht als Rezensionenkauf (die war ja eh schon öffentlich) sondern einfach als nette Geste und als Danke für viele nette Gespräche :)

2. Indies
Nah verknüpft zum ersten Thema. Vor dem bloggen wusste ich nicht einmal, dass es sie gibt. Und das viele von ihnen richtig gute Bücher schreiben sowieso nicht. Man man man, da hab ich echt einiges verpasst. Das ist für mich auch gleichzeitig die wichtigste Erfahrung oder eher Erkenntnis geworden: es gibt Indies, und sie schreiben geniale Bücher, und: ich will sie alle haben! (Stellt euch Krümelmonster vor, der Kekse sieht...)

3. Rezensionsexemplare
Ja, ich wage es wirklich dieses Thema anzusprechen. Auch wenn manche es verhöhnen, Rezensionsexemplare sind eine tolle Sache. Sie bieten Werbung für den Verlag, und Bloggern die Möglichkeit ein Buch zu lesen, was sie sich vielleicht gar nicht leisten könnten oder noch gar nicht erschienen ist oder sie einfach von selbst nie entdeckt hätten. Das ist eine win win Situation für beide. Viel mehr brauch ich dazu ja nicht sagen.

4. Verlagskontakte
Als Blogger hat man die Möglichkeit, das "dahinter" kennenzulernen. Die Verlagsmitarbeiter, Illustratoren, Übersetzer, Lektoren etc. Ich finde, man denkt mehr darüber nach, wie ein Buch entsteht, als es einfach nur zu lesen. Ich habe gelernt, die Arbeit dahinter mehr zu würdigen als ich es als normaler Leser jemals getan hätte. Somit wird ein Buch viel mehr wertgeschätzt! :)

5. Lesungen/Messen etc.
Noch ziemlich weit oben auf meiner Liste stehen die Messen, alternativ auch Lesungen oder ähnliches. Einige Veranstaltungen könnte man als nichtblogger gar nicht besuchen, oder nur an bestimmten Tagen. Als Beispiel eignen sich für die Fachbesuchertage auf der FBM, welche richtig angenehm sind. Das kann ich von den offenen Tagen nicht unbedingt behaupten.

6. Events 
Der liebe Henni hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Events wie Welttag des Buches oder BookupDE mehr Popularität gewinnen können und es somit auch für Leser einen Mehrwert bietet. Auch Blogger können daraus ihre Vorteile ziehen. 

6. Blogger unter sich
Auch wenn ich ziemlich zurückgezogen Blogge, sehe und merke ich, dass viele Blogger eine eingeschworene Gemeinschaft bilden und sich richtige Freundschaften entwickeln. Was will man mehr? 

7. Meinungsaustausch
Keine Ahnung, ob es wirklich einen eigenen Punkt wert ist. Aber wo kann man schon so unverblümt seine Meinung raushauen ohne schräg angeguckt zu werden?

8. Entspannung/Hobby
Für viele ist bloggen ein Hobby, welches entspannt. Ich gehöre dazu, auch wenn ich irgendwie nie so viel mache wie ich gerne würde. 

Was gibt es bitte besseres als ein Hobby, welches einem Möglichkeiten eröffnet, entspannt, Meinungsfreiheit gibt und Kontakte ermöglicht? Das hört sich ja grade glatt nach einer eierlegenden Wollmilchsau an. 

Mich interessieren DEINE, ja du!, Erfahrungen. Also los, her damit! :D

[Rezension] Julia Adrian - Die dreizehnte Fee: Erwachen (1)

http://www.amazon.de/gp/product/373754252X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=373754252X&linkCode=as2&tag=buchblog08-21

 "ICH BIN NICHT SCHNEEWITTCHEN. ICH BIN DIE BÖSE KÖNIGIN. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung." Quelle: Amazon.de & Klappentext


"Die dreizehnte Fee" von Julia Adrian ist eine Märchenadaption, welche direkt mehrere Märchen miteinander verknüpft. Dabei wird aber nicht nur altbekanntes durchgekaut, sondern alles wurde so gemixt, dass etwas völlig neues, eigenes entstand. Auch wenn ich kein großer Märchenfreund bin, gefiel mir das soweit schon ganz gut. Erwähnenswert finde ich, dass es sich um ihr Debüt handelt.


Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Es ist in der Ich-Form geschrieben und es scheint in einer früheren Zeit zu spielen, da auch Hexenverbrennung vorkommt. Ich bin ja kein Freund von historischen Romanen und kann Entwarnung geben: die Sprache ist zwar leicht angepasst, aber im Großen und Ganzen modern gehalten. Die leichte Anpassung ist hervorragend um nicht zu vergessen, dass es eben früher ist. An sich ist der Schreibstil aber schnörkellos und beinahe schon trocken, das passt aber hervorragend und gefiel mir. Es gibt keine ellenlangen Formulierungen oder detailreiche Beschreibungen der Umgebung, das ist einfach nicht nötig, denn die Geschichte lebt nicht von der Umgebung, sondern eben durch die Geschichte. Ein paar mehr Hintergrundinformationen, mehr zur Vergangenheit hätte ich mir gewünscht, aber ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass sich dieses in Band 2 ändern soll. Rechtschreibfehler konnte ich keine entdecken.

Die Spannung bewegt sich in einem guten Mittelfeld. Die Handlung ist recht durchschaubar und bot am Anfang und im Mittelteil nur wenig Überraschungen, wobei ich die Hoffnung aber nie aufgab, dass es eben doch nicht so ausgeht, wie vermutet. Es bestand nämlich immer die Möglichkeit, dass es doch anders ausgeht. So wurde es dann doch wieder spannend, durch die Hoffnung sozusagen. Hört sich verwirrend an? Sorry, find ich auch. :D

Manches fand ich leider nicht nachvollziehbar, oder zumindest seltsam.  Der "Hexenjäger" verhält sich für mich manchmal merkwürdig, anders, als ich es erwarten würde oder logisch fände. Er ist weder sympathisch noch unsympathisch, was mich ein wenig verwirrt. Ich weiß nicht was ich vom ihm halten sollte – gut, böse, irgendwas dazwischen? Dadurch, dass es in der Ich-Perspektive der Fee geschrieben ist, lernt man ihn ziemlich wenig kennen. Dadurch bleibt er irgendwie blass, aber auch geheimnisvoll. Ich habe den Eindruck, dass er jede Menge Geheimnisse mit sich herumschleppt. 


Unsere dreizehnte Fee ist eine interessante Persönlichkeit. Sie ist böse und gut zugleich, verbindet beide Eigenschaften aber sehr glaubhaft und authentisch. Gegen Ende macht sie eine immer größere Entwicklung durch, um dann wieder einen Rückschlag zu erleiden. Das find ich gut, nobody is perfect. 


"Helden. Jede gute Geschichte braucht Helden. Keine perfekten Helden, nein, sie dürfen Fehler machen, sie dürfen von ihrem Weg abkommen. Aber am Ende treffen sie die richtigen Entscheidungen. Sie sind gut. Sie sind, wie wir sein wollen. Ich bin keine Heldin" - Die dreizehnte Fee, Seite 48

 
Und da es sehr schnell passiert und somit kein bedeutender Spoiler sein sollte: warum vögeln die eigentlich ständig, obwohl er sie doch so hasst? Es kam nämlich -Gott sei Dank- nicht klischeemäßig so rüber, als wenn er sie doch insgeheim so sehr liebt und Blabla. Ob er sie liebt steht in den Sternen, er selbst behauptet zumindest, dass er sie hassen würde.  Aber auch da gab ich die Hoffnung nicht auf, hey, ich will doch ein happy end! Das genialste kommt aber jetzt: erst auf den letzten fünf Seiten war mir klar, wie das Buch endet. Ich hab dem Hexenjäger einfach alles zugetraut und wusste demensprechend überhaupt nicht, ob es wirklich mein Happy End gibt – oder eben nicht. Was es aber nun ist, kann ich ja leider nicht verraten ^^


Keine Ahnung, ob das jetzt jemanden aufgefallen ist, aber ich habe eben die beiden wichtigsten Hauptprotagonisten weder als gut, noch als böse einstufen können. Das zieht sich durchs ganze Buch, jeder ist weder gut noch böse, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Eigentlich wie im wahren Leben. Und selbst wenn jemand abgrundtief böse zu sein scheint, gab es meistens einen Grund dafür, so dass ich fast – aber nur fast!- Mitleid hatte. Es gibt einfach nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, die Message find ich toll – auch wenn ich nicht beschwören will, dass das von Julia Adrian so beabsichtigt ist. (Hab gefragt: ist beabsichtigt :D)

Ob ich das bekam kann ich euch nicht sagen, aber kurz vor dem Ende könnte auch ich nicht vorhersehen, wie es endet. Also wirklich erst auf den letzten 2 Seiten oder so. Da ging mir die Pumpe, sag ich euch!


Enttäuschend fand ich das Buch selbst. Die Schrift ist nicht gut gedruckt und wirkt pixelig, das fand ich störend. Eine handvoll gezeichneter schwarz-weiß Bilder tröstet mich zwar darüber hinweg und sind wirklich sehr schön, aber ein schaler Geschmack bleibt. Das Cover hat jedoch eine annehmbare Qualität, so dass es im
Regal nicht pixelig aussieht. Das Cover gefällt mir aber generell ausgesprochen gut!

Insgesamt ein gelungenes Märchen, welches zwar nicht mit Spannung punktet aber dafür mit einer spannenden Protagonistin. Dafür vergebe ich 4 Eulen.


[Rezension] Kai Meyer - Die Seiten der Welt

http://www.amazon.de/Die-Seiten-Welt-Kai-Meyer/dp/3841421652/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1435526482&sr=8-1&keywords=die+seiten+der+welthttp://www.fischerverlage.de/buch/die_seiten_der_welt/9783104029481
 Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

Ich werde in dieser Rezension Kleinigkeiten aus dem Inhalt wiedergeben, welche aber bereits im Klappentext und/oder der Leseprobe zu lesen wären. Also nichts, was im späten Verlauf erst raus kommt. Ich sage es nur vorsichtshalber ^^

"Die Seiten der Welt" ist so ein Buch, wo ich den Eindruck habe, dass es nur zwei Parteien gibt: die, die es lieben und eben jene, die es hassen. Und obwohl ich total angetan war, seitdem ich von dem Buch auch nur gehört habe, haben mich die ganzen negativen Rezensionen echt erschreckt. Aus alles Ecken hieß es, dass es eine totale Enttäuschung wäre. Und auch wenn ich zu solch total gehypeded gehypeted verdammt wie schreibt man das? umworbenen Büchern nur ungern eine Rezension verfasse, muss ich es in diesem Fall einfach tun. 

Zu allererst mag ich auf die Grundideen eingehen. Das ganze Buch dreht sich um Bücher, Bücher und nochmals Bücher. Für mich ist dass das reinste Paradies. Gespickt ist dies mit liebevollen Details, wie zum Beispiel die lebendigen Origamivögelchen, welche den Staub von den Büchern fressen, oder auch das Lesezeichen, welches eine ganz besondere Bedeutung trägt. Ich finde das einfach cool und super gemacht. Die komplette Welt, welche teilweise in unserer spielt, gefällt mir ausgesprochen gut. Ich finde es gut durchdacht, nicht überfüllt, wie manch andere. Ich finde auch, dass alles genau richtig behandelt wurde, nicht zu viele Details aber auch keineswegs zu wenig, immerhin will man ja auch den nächsten Teilen nicht alles vorweg nehmen. 

Die Spannung lässt anfangs zu wünschen übrig, das kann ich nicht bestreiten. In meinem Fall wurde dieses ausgeglichen, weil ich dieses Vorgeplänkel einfach interessant finde, aber das findet vielleicht nicht jeder. Doch umso weiter ich in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr zog sie mich in ihren Bann, bis ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte und ca bei der Hälfte zu meinem Freund meinte: "Schatz, ich glaube ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden!".

Die Protagonisten kommen allerdings nicht über den üblichen Standard hinaus. Furia ist so typisch, wie es in beinahe jedem ähnlichen Buch ist. Sie entwickelt sich zu einer mutigen, tollkühnen und tapferen Frau, das übliche eben. Aber das ist nichts schlechtes, denn immerhin funktionierte dieses Modell schon sehr lange. Auch wenn man sich immer etwas anderes wünscht, wüsste ich nicht, wie man das anders machen sollte. 

Mit der Zeit taucht noch eine zweite Person auf, welche ebenfalls einen recht hohen Stellenwert erhält. Sie ist schon etwas besonderer, eigener und dadurch auch interessanter. 

Alle anderen Personen erscheinen entweder ne am Rande, oder ich empfinde sie nicht als wichtig genug um sie zu erwähnen, oder ich würde zu viel Spoilern. 

Der Schreibstil ist toll. Er entspricht einem Jugendbuch, enthält aber eine Komplexität, welche mich begeistert. Das liegt natürlich in erster Linie an tollen, themenrelevanten Einfällen, bei welchen ich als Bücherwurm natürlich schwach werde. 

"Die Seiten der Welt" ist ein Buch für Bücherwürmer. Wer nur gelegentlich ein Buch zur Hand nimmt, wird sich eventuell nicht so mitreißen lassen und könnte enttäuscht werden. Wer aber ein Buch über die lieber zu Büchern sucht, könnte es mögen. Ich bin jedenfalls begeistert, egal was alles anderen sagen! :D

[News] Neue Blogkategorie: Design :)

Ihr Lieben,

es gibt eine neue Kategorie auf meinem Blog: Design! Ehrlich gesagt finde ich die Bezeichnung selbst etwas überheblich, aber mir fiel nichts besseres ein :D

Es wäre ganz, ganz toll, wenn ihr mir mal bitte bitte eure Meinung zu den Covern sagt. Ich bin etwas betriebsblind und weiß nicht, ob ich es lieber lassen sollte bevor ich mich zu sehr blamiere ^^

Die Meinungen wären mir wirklich wichtig, gerne auch negativ, das ist kein Problem.

ein paar Beispiele, mehr dann auf der richtigen Seite:






[Sonntagsgedanken] Bloggedanken


Ich bin an einem Punkt angekommen, den wohl viele Blogger früher oder später erreichen. Ich weiß nicht, wie es mit dem Tintenblog weitergehen soll. Was ist sinnvoll? Was nervt? Was soll ich bleiben? Wie erreiche eine bessere Reichweite und somit mehr Leser?

Zumindest für letzteres scheint mir die einzig logische Konsequenz zu sein, mehr Abwechslung zu bieten. Nicht nur Rezensionen, nicht nur das übliche Bla-Bla, was wir alle schon zu genüge kennen. Aber ich mag Rezensionen, und ich mag das übliche Bla-Bla. Was ist wichtiger: was ich mag, oder was die Leser mögen? Was ist mir wichtiger? Ich weiß es nicht. Ich mag beliebt sein, auch wenn sich das vielleicht krass anhört, aber ich mag mir auch treu bleiben. Ich bin kein kreativer Mensch. Ich bin kein Mensch, der Posts schreibt, die unglaublich unterhalten.

Mein Hund liebt Socken, mein Freund die Veranstaltungstechnik, meine Eltern ihr grottiges Wohnmobil - was liebe ich? Was liebe ich genug, um es mit euch zu teilen und somit mehr Abwechslung zu bieten...? Wollt ihr überhaupt mehr Abwechslung? Reichen Neuzugänge?

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, mit dem Blog den ein oder anderen Euro zu verdienen. Keine Massen, alle paar Monate mal ein Buch würden mir reichen. So als Bestätigung. Affiliate Links waren mein Zauberwort, das hörte sich alles ganz toll an. Nachdem ich mich aber erkundigt habe und erfuhr, dass ich Gewerbe & Co. dafür brauche und höchstwarscheinlich meine Leser nerve hat sich das erledigt. Schade.

Ich wollte mehr Posts schreiben, welche sich mit der Buchwelt allgemein beschäftigen. Sei es das Verlagswesen oder Neuerscheinungen. Gibts aber alles schon. Ist nichts neues. Kennen wir. 

Ich wollte ein schönes Design erstellen. Immerhin isst das Auge ja mit. Aber was ist schön? Was finden andere schön? Was finde ich eigentlich schön, wenn ich den allgemeinen Geschmack ausblende?

Ich wollte großes schaffen, in dieser riesigen Blogosphäre, angefüllt mit tausenden von Blogs. Ich wollte, damals, meine Welt der Bücher schaffen, was euch meine Tagline früher auch gesagt hat. Das will ich jetzt aber nicht mehr. Ich will nichts großes erschaffen, ich will nicht besonders sein, ich will ich sein. Mein Blog, meine Welt, meine Art. Aber gleichzeitig will der Tintenblog auch gefallen und vielleicht sogar auffallen. Wie bekommt man das bitte unter einen Hut?

Ich will JETZT Veränderung. Weiss dabei auch gar nicht, was ich überhaupt verändern will. In der Regel muss dann der Header dran glauben, hat er aber vor ein paar Tagen schon. Was würden andere verändern? Will ich wirklich Veränderung auf dem Blog, oder nicht eigentlich im wahren Leben?

Ich will polarisieren. Ich hab aber auch Schiss vor dem Echo. Ich will der Welt da draußen mal so richtig die Meinung geigen - aber nicht selbst angegeigt werden. In echt habe ich nämlich gar nicht so ne große Fresse.

Zum Fall ich zu wirr geschrieben habe: ich frage mich, wie man mehr erreichen kann, ohne sich selbst zu verlieren oder zu vergraulen. Mir ist klar, dass ich nie eine der "ganz großen" sein werde - brauch ich auch gar nicht, aber man freut sich trotzdem über regelmäßigen Besuch. Ich denke, diese Zweifel, wie man es am besten macht sind normal und sprechen manchen sogar aus der Seele :)

[Rezension] Kami Garcia & Magaret Stohl - Sixteen Moons: eine unsterbliche Liebe

http://www.sixteenmoons.de/buecher.htmlhttp://www.amazon.de/Sixteen-Moons-Eine-unsterbliche-Liebe/dp/3570138283/ref=tmm_hrd_title_0?ie=UTF8&qid=1435525964&sr=1-2
 "Schon bevor Ethan sie zum ersten Mal gesehen hat, hat sie ihn in seinen Träumen verfolgt: Lena, die Neue an Ethans Schule. Lena, das Mädchen mit dem schwarzen Haar und den grünen Augen. Lena, die in Ravenwood wohnt, der verrufenen alten Plantage, von der sich alle in Gatlin fernhalten – alle außer Ethan. Lena, in die Ethan sich unsterblich verliebt. Doch Lena umgibt ein Fluch, den sie mit aller Kraft geheim zu halten versucht: Sie ist eine Caster, sie entstammt einer Familie von Hexen, und an ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie berufen werden. Dann wird sich entscheiden, ob Lena eine helle oder eine dunkle Hexe wird …
Ethan aber weiß: Auch ihm bleibt keine Wahl – ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er bei ihr bleiben können, gleich, welcher Seite sie künftig angehört?"
"Sixteen  moons" ist der Auftakt einer Jugendbuchreihe mit übernatürlichen Elementen. 

Die Geschichte ist auf über 500 Seiten gedruckt, was in diesem Genre schon recht beachtlich ist. Ich hatte aber doch Sorge, ob es sich dadurch nicht zieht.

Es zog sich tatsächlich, aber nur die ersten 100 Seiten circa. Das scheint aber irgendwie bei jeder Reihe so zu sein, weshalb ich daraus keinen Strick drehen mag. Tatsächlich ist es so, dass die Story sich mit jeder Seite immer weiter entwickelt und immer spannender wird, um dann auf den letzten Seiten beinahe zu explodieren. Und so habe ich für die ersten Seiten eine gefühlte Ewigkeit gebraucht und das Ende nur noch inhaliert. Zumindest kam mir das so vor ;-)

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und lässt sich somit leicht und schnell lesen. Ich blieb eigentlich an keiner Stelle hängen, zumindest wüsste ich nicht wo. Interessant fand ich, dass es in einer Kleinstadt im "Süden" spielt - und darüber hat man ja so seine Vorteile. Diese werden auch in allen Einzelheiten wiedergegeben und bestätigt, dabei bleibt es aber sehr authentisch. Ob es nun wirklich dort so ist, ist die andere Frage, aber das ist mir auch ziemlich egal. Auf jeden Fall lernte ich so manch einen Abgrund einer solchen Kleinstadt kennen und schmunzelte so manches mal darüber. 

Die fantastischen Elemente sind geschickt in unsere Welt eingefädelt und bieten vor allem anfangs noch sehr viel Spielraum für Spekulationen. Gegen Ende erfährt man recht viel, aber auch nur auf dem ersten Blick, denn ich wollte immer mehr wissen. Das werde ich aber alles erst in den Folgebänden erfahren. 

Ich bin ein Kulturbanause. Ich mag Gedichte nicht und überlese grundsätzlich alles, was in einem Buch kursiv geschrieben ist, nach einem Gedicht aussieht und im schlimmsten Fall auch noch englisch ist. In diesem Fall habe ich das nicht getan, was eine hervorragende Entscheidung ist. Denn es kommt öfters ein mysteriöses Lied vor, welches sich auf den Titel bezieht und oft "Sixteen moons" enthält. Das ist aber nicht nur da um den Titel zu rechtfertigen, sondern hat total Sinn. Denn der sechzehnte Mond hat eine ganz besondere Bedeutung für die Geschichte. 

Es ist in ich-Perspektive geschrieben, was in meinen Augen immer eine gute Wahl darstellt. 
Sehr besonders ist jedoch folgendes: unser Hauptprotagonist ist kein Mädchen, sondern ein Junge namens Ethan und das obwohl die Zielgruppe ziemlich unisex ist. Ich kenn das sonst nur von typischen Jungsbüchern, bin aber mega froh darüber. Mädchen hatten wir genug, jetzt kommen mal die Jungs dran! Immerhin konnte ich so mal sehen, wie nervig das gezicke aus Jungssicht sein kann - sorry Schatz! ;-)

Ethan ist ein sehr toller und außergewöhnlicher Protagonist. Er hat schon viel durchgemacht, ist intelligent und ziemlich gut angesehen an seiner Schule. Gleichzeitig ist er aber auch sehr emotional und liebevoll. Das hört sich jetzt sicherlich zu perfekt an, aber so kam es mir gar nicht vor, denn trotz den ganzen guten Seiten bleibt er authentisch und lebensnah. 

Unsere zweite, wichtige Person wäre Lena. Sie ging mir verdammt oft auf die Nerven, obwohl ich sie immer verstehen konnte. Und genau das macht sie aus, sie macht keinen auf FriedeFreudeEierkuchen oder erzählt, dass schon alles gut wird. Im Gegenteil, sie ist ein eher negativ eingestellter Typ, was einen guten Kontrast zu Ethan bietet. Und auch wenn sie mich nervte halte ich sie sogar noch für realistischer als Ethan - wenn das denn irgendwie geht. 

Auch wenn er nicht so wichtig scheint, fand ich auch Link einen echt coolen Protagonisten. Er ist Ethans bester Freund und irgendwie ziemlich dösig (für alle die das Wort nicht kennen: so etwas wie dämlich und naiv in einem). Er ist ein Träumer, und auch ein Spinner, aber loyal und dadurch ein wirklich toller Freund. 

Obwohl ich fast nur positives über "Sixteen moons" berichten kann, kann ich mich nicht zu einer 5 Sterne Bewertung überreden. Vor allem der zähe Anfang ging mir auf die Nerven, und vieles kam erst gegen Ende, wie zum Beispiel die Spannung. Wäre das ganze Buch wie am Ende, gäbe es 20 Sternchen, aber so nur 4 und eine Empfehlung an alle Jugendbuch und Fantasy Liebhaber.