[Rezi] Maya Sheperd - Märchenhaft erwählt


 
http://www.amazon.de/M%C3%A4rchenhaft-erw%C3%A4hlt-M%C3%A4rchenhaft-Trilogie-Maya-Shepherd/dp/373475982X/ref=tmm_pap_title_0

 Es war einmal ein Prinz namens Lean, der seit seiner Geburt mit dem schrecklichen Fluch lebte, dass sein erster Kuss eines Tages großes Unheil über das Königreich Chòraleio bringen würde. Nur seine wahre Liebe kann ihn retten. Die zwölf schönsten Mädchen des Landes werden bei einer großen Auswahl erwählt – eine von ihnen wird Prinz Lean heiraten. Doch bis dahin liegt noch ein langer Weg vor ihnen. Es gilt Prüfungen zu bestehen, die den Mädchen alles abverlangen werden. Wie weit sind sie bereit für ein besseres Leben und die Chance auf die große Liebe zu gehen? „Märchenhaft erwählt“ ist der erste von drei Bänden und enthält alles, was zu einem klassischen Märchen gehört: Romantik, Magie, Spannung, Abenteuer, das Gute und das Böse, eingehüllt in den leuchtendsten Farben der Phantasie.


Was für eine Überraschung: schon wieder eine märchenhafte Rezension von mir, was ist bloß los? Ich habe den Eindruck, dass Märchen gerade ihr erneutes Coming-Out feiern, daher trifft Maya Sheperd schon eimmal total den Puls der Zeit.

In der Story dreht sich alles um Prinz Lean, welcher von einem bösen Fluch belegt ist. „Umgehen“ kann er dieses nur, wenn er seinen ersten Kuss an die einzig wahre Liebe verschenkt. Also ich für meinen Teil würde ja einfach niemanden küssen, man weiß ja nie – aber dann wär die Geschichte schon ziemlich schnell zuende, und das will ja keiner. :D

Prinz Lean ist schon ziemlich typisch Prinz, er besitzt das unantastbare Selbstbewusstsein eines Thronfolgers. Teilweise benimmt er sich wie unsere Jugend abends besoffen am Bahnhof, er scheint sich übermächtig und unbesiegbar zu fühlen, eigentlich ziemlich Machohaft. Aber natürlich, und hey darauf warten wir doch insgeheim alle, bröckelt seine Fassade nach und nach, was aber in einem realistischem Rahmen gehalten ist. Er ist gegen Ende des Bandes immer noch nicht der sympathische schüchterne junge Kerl von nebenan, aber er hat ja auch noch ein wenig Zeit, um Menschlichkeit zu entwickeln. Auf jeden Fall ist er von Anfang an seinen Eltern weit vorraus. Aber so richtig sympathisch kann ich ihn einfach nicht finden, da finde ich seinen Reichtum wohl noch sympathischer, aber soweit ich weiß, gibt es einige mit einer anderen Meinung.

Weitere wichtige Personen sind Medea und Heera. Die beiden sind Schwestern und bewerben sich auch beide für den Prinzen, denn ihre Familie ist arm und könnte ein Leben im und am Schloss gut vertragen. Auch wenn es so wirkt, als wenn es anfangs anders gedacht war, wirkte Medea von Anfang an suspekt auf mich. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass dieses ruhige, schüchteren Ding etwas zu verheimlichen hat und längst nicht so harmlos ist, wie sie wirkt. Heera wiederum macht einfach keinen Hehl aus ihrem Charakter, sie liest sich beinahe wie ein offenes Buch und ist meine unangefochtene Favoritin, allein schon, weil sie einfach endlich mal anders ist. Ihr Verhalten ist zwar oftmals unglaublich übertrieben, aber ihre Ecken und Kanten liebe ich.

Ich habe mir sagen lassen, dass einige bekannte Märchen aufgegriffen wurden und szenenweise sogar übernommen sind. Ich habe da echt keine Ahnung von, daher kann ich dazu leider nichts sagen. Es kam mir auf jeden Fall sehr märchenhaft vor.

Ob die Idee neu und außergewöhnlich ist, ist schwer zu sagen. Es erinnert mich sehr an die Buchreihe „Selection“, welche ich aber nur vom Klappentext her kenne.
Der Schreibstil ist angenehm und märchenhaft. Er passt wie Arsch auf Eimer!

An sich gefiel mir „märchenhaft erwählt“ sehr gut, auch wenn ich mir einen etwas anderes Lean gewünscht hätte. Dafür gibt es insgesamt 4 Eulen.




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