[Hörbuchrezi] Christoffer Carlsson - Der Turm der toten Seelen

http://www.amazon.de/Turm-toten-Seelen-Thriller-Bd-1/dp/3570102327/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1428958864&sr=8-1&keywords=Der+Turm+der+toten+Seelenhttp://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Der-Turm-der-toten-Seelen-Thriller-Bd-1/Christoffer-Carlsson/e476739.rhd
 Leo Junker, Anfang 30, ist als Polizist vorübergehend vom Dienst suspendiert, nachdem er versehentlich einen Kollegen erschossen hat. Körperlich und psychisch angeschlagen, sieht er eigentlich keine Zukunft für sich. Doch als in seinem Wohnblock – nur ein paar Stockwerke unter ihm – eine junge Frau ermordet wird, beginnt Leo unerlaubt zu ermitteln. Denn ein Schmuckstück in der Hand der Ermordeten erinnert ihn auf erschreckende Weise an seine eigene von Gewalt geprägte Jugend und an das brutale Ende seiner ersten Liebe. Leo weiß, dass ihm jetzt nur einer weiterhelfen kann … Quelle: Der Hörverlag


„Der Turm der toten Seelen“ ist ein Thriller, dem man den schwedischen Ursprung direkt anmerkt. Der Einstieg fiel mir nicht sonderlich leicht, denn es gibt verschiedene Handlungsstränge in verschiedenen Zeiten, da braucht es ein wenig Zeit, bis man da vernünftig durchsteigt. Als ich mich aber nach einiger Zeit daran gewöhnt habe, hatte ich keine Probleme mehr damit. 


Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und sehr detailreich. Allerdings fand ich, dass es teilweise doch ein sehr knapper Drahtseilakt zwischen zu vielen Details und genau richtiger Menge war – ein wenig weniger hätte also nicht unbedingt geschadet. Es gibt aber auch viele, die das mögen, daher würde ich das nicht gerade als negativ bezeichnen. Ich hatte immer den Eindruck, das Buch zu kennen; nicht unbedingt, wegen dem Inhalt, sondern mehr wegen des Schreibstils welchen ich als sehr typisch skandinavisch einordnen würde. 


Spannungsmäßig bin ich leider nicht sehr begeistert, es wirkte eher schleppend, man hangelt sich so durch die Seiten. Da hätte man sicherlich noch jede Menge machen können. Ein Handlungsstrang hat meiner Meinung nach sogar gar nicht mehr viel mit einem Thriller gemeinsam. Gegen Ende wurde dieses aber wesentlich besser, also kann der Autor es doch :)


Die beiden Erzähler des Hörbuchs, Wanja Mues und Mark Wasche, haben mich umso mehr überzeugt. Sie teilen sich die verschiedenen Zeit- und Handlungsstränge, so dass es sicherlich leichter ist nicht durcheinanderzukommen. Ausserdem lesen sie wirklich fantastisch, sehr überzeugend und einfach eine richtige Bereicherung.




Die Bewertung fällt mir gar nicht so leicht wie gedacht, es gibt eine Menge negative Punkte, ich habe es mir aber trotzdem sehr gerne angehört. Der Schreibstil sowieso die Erzähler sind einwandfrei, ebenso überzeugten mich Charaktere und Story. Lediglich die mangelnde Spannung hat mir etwas zu schaffen gemacht, leider leben Thriller aber davon, weshalb ich nur 3 Eulen vergeben kann.

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