[Rezi] A.J. Hartley - Mr. Peregrines Geheimnis

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Darwen Arkwright, unser Hauptprotagonist in dieser fantastischen Geschichte, ist im Grunde ein normaler Junge. Er musste bereits viel in seinem jungen Leben mitmachen, denn erst sterben seine Eltern bei einem tragischen Unfall, dann muss er auch noch von England zu seiner Tante Honoria in Amerika ziehen und zu guter Letzt schickt diese ihn auch noch auf eine Privatschule. Um sich seinen Knastanzug seine Uniform für die Schule maßschneidern zu lassen, fahren Honoria und Darwen ins Einkaufszentrum, wo Darwen eine Art Vogel entdeckt. Doch dieser „Vogel“ scheint kein normaler Vogel zu sein, weshalb Darwen dem Wesen folgt, welches ihn auf direkten Weg in Mr. Peregrines Geschäft bringt. Dieser scheint ausschließlich olle Antiquare Spiegel zu verkaufen. Mr. Peregrine leiht ihm einen dieser Spiegel, auch wenn Darwen erst nicht weiß, was er damit soll, so soll er das Geheimnis doch recht schnell lüften.


Wie es sich in beinahe jedem guten Jugendbuch gehört gibt es auch hier ein Dreiergespann, bestehend aus Alexandra, Darwen und Rich. Die Drei erinnern mich ein wenig an Ron, Hermine und Harry, was wohl daran liegt, dass Alexandra zuerst auch sehr nervig ist (und es auch hinterher zwischendurch noch ist), weshalb Rich und Darwen eigentlich versuchen sie vom Hals zu kriegen. Dennoch sind die Drei ein wunderbares Team. Darwen bleibt dennoch die Hauptperson, Harrys äquivalent sozusagen. Er ist 11 Jahre alt und im Grunde ziemlich normal, was auch auf Alex(andra) und Rich zutrifft, wobei die beiden sich schon mehr von der Masse abheben. Alex einfach durch ihre etwas punkige, rotzfreche Art und Rich durch seine Liebe für die Archäologie. 

Die sonstigen Charaktere, inklusive Mr. Peregrine, haben einen eher kleinen Platz im Buch bekommen. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass jemand zu kurz kommt, denn trotzdem sind sie alle wunderbar ausgearbeitet.

Die von A.J. Hartley geschaffene Welt gefällt mir sehr gut, eine Mischung aus unserer und einer fernen Welt, wobei man nicht weiß, ob es sich um einen anderen Planeten, ein Paralleluniversum oder etwas ganz anderes handelt. Die beschriebenen Wesen haben in mir genau das hervorgerufen, was sie sollen, mal ekel, mal Mitgefühl, Sympathie oder Antipathie. Es gibt eine Menge Details, die mir sehr beim Vorstellen geholfen haben, ich hatte ausnahmsweise mal nicht das Gefühl, dass mir Details fehlen. 

Der Schreibstil ist, mal wieder, sehr jugendbuchtypisch. Wir haben einen auktorialen Schreibstil, womit ich meistens sehr gut klar komme. Die Ich-Perspektive ist mir allerdings lieber. Die Wortwahl ist angemessen, wodurch sich das Buch sehr schnell und gut lesen lässt, ohne störende „Huckler“. Somit war es ein sehr flüssiges Lesevergnügen für mich. Im Mittelteil schwächelt die Spannung allerdings etwas, was noch okay ist, aber natürlich schade. 

Im großen Ganzen darf man natürlich nicht vergessen, dass die Empfehlung vom Verlag bei 12 Jahren liegt und ich da ein klitzekleines bisschen drüber liege und somit auch mehr Spannung, mehr Dramatik, mehr – ja mehr was eigentlich?- gewohnt bin. Ebenso kommt natürlich keine Erotik oder so etwas vor, und auch keine Liebe, denn mit 11… Na mal ehrlich, das wird sicher erst in den Folgebänden geschehen, obwohl es sicher eine nette Abwechslung wäre, wenn die Liebe außen vor bleibt. Ich halte „Mr. Peregrines Geheimnis“ auf jedenfall für sehr gelungen, sowohl für jung als auch für alt etwas älter als 12. ;-)

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