Jordis Lank - Rauklands Sohn [Rezension]

"Ronan ist Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer. Er fürchtet weder Schmerz noch den Tod. Die einzige Liebe, die er kennt, gilt dem Schwert. Doch dann verliert Raukland durch seine Schuld eine Schlacht und Ronan wird zur Strafe auf die nordische Insel Lannoch verbannt. Diese muss er für Raukland gewinnen, sonst verliert er den Thron. Doch mit Waffengewalt ist das aussichtslos: Ronan braucht nicht nur einen Freund an seiner Seite, sondern er muss auch die Achtung der Prinzessin von Lannoch gewinnen. Wie man das anstellt, kam in seinem Schwerttraining jedoch nicht vor. Rauklands Sohn ist der erste Band der Raukland Trilogie." Quelle: Amazon/El Gato
"Jordis Lank kam Anfang der siebziger Jahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Nach Abitur und Ausbildung zur Industrieinformatikerin arbeitet sie seither im wissenschaftlich-technischen Bereich als Softwareentwicklerin.

Schon als Kind hat die Autorin Romane weitergeträumt, wenn sie enttäuscht war, dass sie zu Ende waren. Wie oft hat sie sich gewünscht die Figur sein zu können, von der sie da las! Bis sie merkte, dass das Schreiben ein noch viel intensiveres Erlebnis ist als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, wenn sich die Geschichte auf einmal von selbst schreibt und die Charaktere Dinge tun, von denen man zwei Sätze vorher noch nichts wusste, dann – so sagt sie – verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit – und man ist wirklich mitten drin: Ein einzigartiges, großartiges Gefühl, das süchtig macht." Quelle: El Gato
Zum Buch ansich gibt es nicht viel zu sagen, es handelt sich um ein "normales" Taschenbuch. Das Cover passt hervorragend zum Inhalt, entspricht aber leider nicht ganz meinem Geschmack, welcher ja bekanntlich aber bei jedem anders ist :-)

Zu Allererst möchte ich euch erzählen, mit welchen Vorstellungen und vor allem hochtragenden Erwartungen ich an „Rauklands Sohn“ gegangen bin.  Ich habe mir eine Geschichte vorgestellt, in der es viel um wahre Freundschaft und Zusammenhalt geht – ein wenig wie in „der Hobbit“. Und mal ehrlich – was gibt es schlimmeres für einen Autor, als wenn der Leser sein Buch mit solch bekannten und beliebten und vor allem tollen Werken vergleicht? Aber keine Angst, ich wurde nicht enttäuscht und finde „Rauklands Sohn“ wirklich sehr gelungen.
Besonders hervorheben möchte ich aber Jordis Lanks wunderbaren Schreibstil, welcher zwar enorm detailliert und ausschweifend ist mir aber dadurch eine sehr tolle Vorstellung ermöglichte. Ich bin ja normalerweise nicht so der Fan von detailreichen Büchern, aber hier fand ich es sehr passend und angenehm. Ich weiß leider nicht, inwiefern das Ganze der früheren Wahrheit entsprechen kann, da ich davon echt keine Ahnung habe, aber es könnte wirklich passen. Damit meine ich aber nicht die Story, sondern die Schilderungen der Zeit. Ich glaube da musste Jordis Lank ziemlich viel recherchieren ;)
Ganz selten wurde  mir das Ganze  zu lang gezogen, aber es ist noch okay gewesen.
Toll ist auch, dass die Charaktere alle andere Charakterzüge aufweisen und keiner dem anderen gleicht – auch wenn ich Azel Carinn von Anfang an am liebsten umgebracht hätte. Wer zumindest die Leseprobe gelesen hat, sollte wissen, wieso er mir direkt so unsympathisch war.  Ich hab so richtigen Groll gegen ihn entwickelt. Ronan hat sich aber toll entwickelt, und das zum Glück auch ins Positive, auch wenn er mir stellenweise ganz schön auf die Nerven ging. Auf die Nerven gehen ist nicht so der richtige Begriff, aber ich fand ihn manchmal irgendwie arrogant, das mag ich gar nicht. 
Ich danke Jordis Lank und dem Verlagshaus El Gato für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares :)

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen