Josephine Angelini - Göttlich verdammt [Rezension]



 Der Gedanke, keine Kontrolle über ihr eigenes Schicksal zu haben, machte Helen wütend. Wütend genug, um den Kopf hochzuhalten und die einzige Entscheidung zu treffen, die sie treffen konnte. 

Eine schicksalhafte LIEBE
Eine antike FEHDE
Ein göttliches ERBE

Eine packende Saga um die Liebe, die nicht sein darf - Auftrakt der grandiosen "Göttlich"-Trilogie!

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket. Auf der Insel ist nicht viel los und in den Sommerferien versinkt Helen in Langeweile. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Großfamilie Delos auf die Insel zieht. Alle Familienmitglieder sind ausgesprochen attraktiv und die ganze Insel ist hin und weg von den Neuankömmlingen. Alle außer Helen. Sie spürt am Anfang an großes Misstrauen gegenüber den Unbekannte. 
Im Schlaf wird Helen plötzlich von düsteren Albträumen heimgesucht: Es begegnen ihr dort drei unheimliche Frauen, die Rache nehmen wollen - woran, bleibt ihr vorerst ein Rätsel. Als Helen den gleichaltrigen Lucas Delos zum ersten Mal sieht, spürt sie wieder die Gegenwart der drei Frauen, die sie dazu drängen, Lucas anzugreifen. Und Helen geht tatsächlich auf ihn los. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach. Denn Lucas und Helen teilen sich ein gemeinsames göttliches Schicksal; sie sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf der Mächte auszulösen - und das, indem sie sich ineinander verlieben!
[Quelle: Kurzbeschreibungen auf Rückseite und SU]
Josephine Angelini veröffentlicht mit ihrem Debüt Göttlich verdammt den ersten Band einer grandiosen, spannenden Trilogie. Sie hat Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts in New York studiert mit den Schwerpunkten "Antike tragische Helden" und "Griechische Mythologie". Josephine Angelini wurde als jüngstes von acht Kindern in Massachusetts/USA geboren und lebt heute mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles. [Quelle: Schutzumschlag]
Ich mag die Gestaltung des Buches eigentlich sehr gerne. Schade finde ich jedoch, dass - mal wieder!- ein Mädchengesicht abgebildet ist, was einfach sehr oft der Fall ist. Besonders toll finde ich, dass nicht nur der Schutzumschlag bedruckt ist, sondern auch das Buch selbst. Das heisst, selbst wenn euch der SU irgendwie kaputt geht, sieht das Buch nicht ganz so schlimm aus :) Im eingeklappten Teil des SU stehen noch eine weitere Kurzbeschreibung sowie Informationen über die Autorin.  Aber seht selbst:


Aufgrund einiger positiven Rezensionen musste dieses Buch dann doch in meinem Einkaufswagen landen. Nachdem ich dann aber doch die eine oder andere negative Rezension gelesen hatte, war ich wirklich verunsichert. Wieder nur ein Hype? Nix dahinter? Neugierig wie ich bin musste ich es dann eben selber herausfinden ;)

Der Schreibstil ist zwar schön und angenehm, aber leider nicht in der Ich-Perspektive. Mir persönlich fällt es dann schwerer, mich einzufinden und -in diesem Fall- mit Helen mitzufühlen. Ausserdem fand ich, dass die persönlichen Empfindungen dadurch zu kurz kamen, wie geht es ihr jetzt? Ist die verunsichert? oder doch mutig? Man weiss es nicht...

Helen ist wunderschön, groß, stark, schnell und (kein scherz jetzt!) schüchtern. Sie ist sich all ihren Fähigkeiten nicht wirklich bewusst, ja, sie weiss, dass sie schnell ist. Aber ist das für sie etwas wirklich besonderes? Nicht wirklich. Sie hasst die Aufmerksamkeit die ihr dadurch zuteil wird, denn jedes mal wenn sie im Mittelpunkt steht bekommt sie unglaubliche Bauchkrämpfe. Claire, ihre beste Freundin, ist das im Grunde das genaue Gegenteil von ihr: klein, selbstsicher, frech und dennoch sympathisch. Lucas ist der Mädchenschwarm der ganzen Schule, so ist er doch hübsch und intelligent.  Hübsch sind jedoch alle Mitglieder der Familie Delos.
Mal ehrlich, das ganze kommt einem schon sehr bekannt vor. Ich kann den anderen Meinungen, welche besagen, dass "Göttlich verdammt" starke Ähnlichkeiten zu Stephenie Meyers Biss-Reihe aufweist, echt zustimmen. Vor allem wenn man so darüber nachdenkt, eine Familie mit ausschliesslich unfassbar hübschen Menschen zieht in eine abgelegene Gegend (Insel) und die Hauptprotagonistin, Helen, verliebt sich in Lucas und ist sich ihrer eigenen Schönheit jedoch nicht bewusst. Trotz dieser und weiteren Ähnlichkeiten finde ich jedoch, dass Göttlich verdammt einen eigenen Charme hat und Josephine Angelini hat es auch geschafft, eigene und besondere Elemente mit einzubringen. Normalerweise bin ich allem was mit griechischer Mythologie zutun hat sehr skeptisch gegenüber, da ich da einfach absolut keine Ahnung von habe. Dennoch war alles gut verständlich und auch für Laien nachvollziehbar. 
Ein Buch, dass mir zwei schöne Leseabende beschert hat, Herz was willst du mehr? Lediglich die oben angesprochenen Punkte stören ein wenig, doch vor allem Biss-Fans sollten auch hier auf ihre Kosten kommen (und parallelen finden). 

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