Jenny Nimmo - Charlie Bone und die magische Zeitkugel (2) [Rezension]

"Kaum hat sich Charlie daran gewöhnt, dass Bilder zu ihm sprechen, gehen hinter den düsteren Mauern der Bloor-Akademie schon wieder seltsame Dinge vor sich: Ein reisender aus der Vergangenheit muss um sein Leben fürchten, ein magischer Gegenstand wird verzweifelt gesucht und dann geistert auch noch eine geheimnisvolle schwarze Frau herum."
Ich kann leider nur die Taschenbuchversion bewerten, ich denke die Hardcover Ausgabe wird hochwertiger sein. Mit seinen 352 Seiten befindet es sich zumindest schonmal im guten Mittelmaß. Mit dem Cover bin ich irgendwie unschlüssig - die Kugel ist in echt nicht so riesig sondern hat eher die Größe einer Murmel und die abgebildeten Personen wirken mir zu alt für die Protagonisten. Aber was solls, davon abgesehen passt es ganz gut und vermittelt, dass es sich um etwas magisches handelt.
Henry Darkwood spielt mit seinen Murmeln als plötzlich eine wunderschöne und leuchtende Murmel auf ihn zugerollt kommt. Als er diese allerdings anschaut findet er sich zwar am selben Ort wieder, jedoch zu einer ganz anderen Zeit. Fast 90 Jahre später. Ezekiel Bloor hat dieses verursacht um Rache an ihm zu nehmen.
Als Charlie Bone ihm begegnet, stellt sich heraus dass Henry Darkwood der Bruder seines Urgroßvaters ist. Henry möchte unbedingt ins Jahr 1916 zurück und Charlie möchte ihm dabei behilflich sein. Leider werden die beiden entdeckt und an die Bloors verpetzt, welche daraufhin eine Hetzjagd auf Henry Darkwood veranstalten, denn Ezekiel Bloor hasst ihn genau wie früher. Irgendwann schaffen es die Bloors Henry gefangen zu nehmen und in ein Verließ zu stecken. Und so beginnt eine Abenteuerliche Geschichte mit Charlies Freunden, der netten Köchin, Paton, Mr. Onimous und einer geheimnisvollen schwarzen Frau. Ich fand den ersten Band der Charlie Bone Reihe ja schon wirklich gut und auch dieser hier hat mich nicht enttäuscht. Es macht mir einfach Spaß Charlie und seine Freunde bei ihren Abenteuern zu begleiten, auch wenn ich wohl nicht gerade in die Zielgruppe falle. Wie auch beim ersten Teil erinnert mich dieser hier unglaublich stark an Harry Potter, vor allem da gegen Ende auch noch ein Zauberstab mitmischt. Trotzdem hat Jenny Nimmo eine ganz eigene Welt geschaffen, die auch wesentlich kinderfreundlicher gestaltet ist. Charlie und seine Freunde vermitteln einfach wunderbar, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt in Krisensituationen sein kann - egal ob jemand sonderbegabt oder völlig normal ist. 
Ich finde diesen Band nicht ganz so gut wie den ersten, aber dennoch lesenwert. Wer allerdings auf anspruchsvolle, dramatische und actionreiche Lektüre steht sollte hier lieber verzichten. Es sind eben immernoch Kinderbücher.

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