Ally Condie - Die Flucht 2 (Rezension)

"Wie durch ein Wunder gelingt Cassia, die zur Arbeit in die landwirtschaftliche Provinz versetzt worden ist, die Flucht in die Äußeren Provinzen – sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe. Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen tödlichen Angriffen ausgesetzt.
Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die gefährlichen Canyons in den Grenzgebieten. Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensbedrohlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky – sondern auch nach sich selbst."
"Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Romane um ›Cassia & Ky‹ werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sind große internationale Bestseller." (Quelle: Fischer FJB)
Wo Cassia auf dem ersten Cover noch in der Blase (Oder Kugel?) sitzt, drückt sie nun dagegen und bricht hindurch. Ich finde das sehr passend, da sie sich in diesem Band ja auch gegen die Gesellschaft wehrt.
Im Vorfeld habe ich einige kritische Rezensionen gelesen und war schon verunsichert, was ich denn nun davon halten soll. Ich habe also versucht, die Kritik beiseite zu schieben und habe es gelesen und ja, ich bereue es nicht und kann mich nicht allem anschließen. Der erste Teil der Trilogie war besser aber das macht diesen zweiten Teil ja nicht zwingend schlecht. Ich denke, dass dieses Buch sehr tiefgründig sein kann, wenn man darüber nachdenkt. Die Werte der Freundschaft, der Freiheit und Selbstbestimmung kommen gut zu Geltung und vor allem Jugendliche sollten sich damit gut identifizieren können. Des weiteren habe ich mich immer wieder gefragt, ob es derartige Kontrollmechanismen nicht bereits bei uns gibt, mal ehrlich, würden wir es wirklich merken?!

Die Spannung war so lala, es gab spannende Passagen wo ich garnicht schnell genug lesen konnte und dann wieder diese anderen Passagen die sich einfach nur zogen und zogen. Einige Seiten weniger hätten es sicherlich auch getan, manchmal kam es mir ziemlich zäh vor. 

Die Charaktere haben eine Entwicklung durchgemacht die angemessen ist, aber ein wenig mehr wäre gegangen. Cassia wurde natürlich immer rebellischer aber bei Ky konnte ich keine großartige Entwicklung bezüglich des Systems feststellen. Aber gerade weil Cassia immer rebellischer wurde und immer mehr versuchte aus dem System auszubrechen konnte ich mich mit ihr identifizieren, auch wenn ich nicht halb so mutig gewesen wäre und mit Sicherheit nicht durch den Canyon wandern würde. 

Anstrengend fand ich den Perspektivwechsel nach jedem Kapitel, immer abwechselnd zwischen Ky und Cassia. Ich lese ja am liebsten spät abends oder nachts vor dem schlafen und hatte dann Mühe mich zu konzentrieren. 

Den Schreibstil finde ich wieder sehr angenehm, kann ich nichts meckern. Wie auch im ersten Teil ist dieses Werk gespickt mit Gedichten. Ich kann mit Gedichten nicht viel anfangen aber die jenigen die es können, werden es bestimmt lieben.
Ich mochte den ersten Teil schon und finde auch diesen Teil gut, nicht ganz so toll, ja, aber dennoch gut. Also empfehle ich es trotzdem jedem, der dein ersten Teil kennt ;)

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