Jenny Nimmo: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder (Rezension)



"Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis plötzlich eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Und das ist erst der Anfang eines haarsträubenden Abenteuers, in dem düstere Tanten, ein geheimnisvoller Kasten und ein fliegendes Mädchen eine wichtige Rolle spielen."
Das Cover finde ich okay, es passt bis zu einem gewissen Grade zum Thema haut mich aber nicht von den Socken.
Charlie Bone, 10 Jahre alt, lebt zusammen mit seiner Mutter, seinen Großmüttern und seinem Onkel Paton in einem Haus. Seine Großmutter ist überhaupt nicht erfreut über Charlie, welcher bis dato keine besonderen Fähigkeiten aufweisen kann, so wie es in dieser Familie normalerweise üblich ist. Als er sich eines Tages eine Fotografie anschaut, welche als Geschenk für seinen besten Freund Benjamin gedacht war, merkt er dass es sich um das falsche Bild handelt und diese bereits beim Vergrößern vertauscht worden sein müssen. Plötzlich hört er ein Baby schreien und Menschen reden und bemerkt, dass diese Stimmen von dem Foto handeln. Darüber ist seine Großmutter natürlich höchsterfreut und schickt ihn schnurstracks auf die Bloor Akademie. Die Bloor Akademie ist ein Internet mit ausschließlich begabten Schülern und nimmt auch die Schüler auf, die eine Gabe die Charlie besitzen. Charlie erfährt, dass das Baby auf dem Foto entführt worden ist und er versucht, hinter das Geheimnis dessen zu kommen.
Dieses Buch hat mich irgendwie an Harry Potter erinnert und ist doch wieder ganz verschieden. Es geht um Begabungen, Freundschaft und große Geheimnisse. Der Schreibstil Jenny Nimmos ist für Kinder gut geeignet und auch für Erwachsene angenehm zu lesen. Die Figuren sind ausreichend detailliert, obwohl mir manchmal noch ein kleines bisschen gefehlt hat. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass es insgesamt 8 Bände gibt und einiges erst in den nächsten Bänden aufgeklärt werden wird. Für mich war dieses Buch durchweg ein kleines Vergnügen - ich habe es vor dem schlafen gehen gelesen und empfand es als eher leichte Kost die mich nicht am schlafen hindert. Spannung ist durchaus geboten, aber ich denke dass es für Kinder noch wesentlich spannender wäre. Glücklicherweise ergeben sich immer mal unvorhergesehene Wendungen die bei mir dann doch für Spannung gesorgt haben. Um nochmal zu dem Harry Potter Vergleich zu kommen... Es ist nicht Harry Potter und es hat damit nichts zutun. Charlie Bone weist nicht die inorme Komplexität der J.K. Rowling Romanen auf und ist viel einfacher geschrieben. Ich kann es daher wirklich nur an Erwachsene empfehlen, wenn diese auch mal leichteren Tobak mögen. Für Kinder kann ich es aber uneingeschränkt empfehlen, das Buch ist ziemlich gewaltfrei was bei den Harry Potter Büchern ja teilweise anders aussieht. Ich kann guten Gewissens 4 Leseeulen vergeben, da mir dann doch das letzte bisschen etwas gefehlt hat.

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